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FFP

FFP (First Focal Plane) bezeichnet die vordere Brennebene in einem Zielfernrohr. Bei FFP-Zielfernrohren skaliert das Absehen proportional mit der Vergrößerung, sodass präzise Entfernungsmessung und Korrekturen bei jeder Vergrößerungsstufe möglich sind.

Was ist FFP und wie funktioniert es

In einem FFP-Zielfernrohr sitzt das Absehen vor dem Vergrößerungssystem. Wenn die Vergrößerung verändert wird, wächst und schrumpft das Absehen zusammen mit dem Zielbild. Das Verhältnis zwischen Zielgröße und Absehen-Markierungen bleibt konstant.

Das bedeutet, 1 MIL oder 1 MOA auf dem Absehen entspricht bei jeder Vergrößerung demselben Winkelwert. Der Schütze kann Entfernungen messen, Windkorrekturen berechnen oder Haltepunktmarkierungen nutzen, ohne umrechnen zu müssen.

Beispielsweise entspricht eine 2-MIL-Haltepunktmarkierung sowohl bei 4× als auch bei 16× immer exakt 2 MIL. Bei einem SFP-Zielfernrohr wäre dieser Wert nur bei einer bestimmten Vergrößerungsstufe korrekt.

FFP vs. SFP

SFP (Second Focal Plane) platziert das Absehen hinter dem Vergrößerungssystem. Das Absehen bleibt unabhängig von der Vergrößerung gleich groß, aber die MIL/MOA-Werte stimmen nur bei einer bestimmten Vergrößerungsstufe (in der Regel der höchsten). Bei anderen Vergrößerungen muss der Schütze die Korrekturwerte umrechnen.

Merkmal FFP SFP
Absehengröße Ändert sich mit der Vergrößerung Konstant
Strichplattengenauigkeit Bei allen Vergrößerungen korrekt Nur bei einer Vergrößerung korrekt
Sichtbarkeit (niedrige Vergrößerung) Schlechter – kleines Absehen Besser
Sichtbarkeit (hohe Vergrößerung) Kann das Ziel verdecken Konstant
Preis Höher Niedriger

Wer sollte FFP wählen

FFP-Zielfernrohre werden von Schützen bevorzugt, die:

  • Auf weite Entfernungen schießen (550+ Yards / 500+ Meter)
  • Das Absehen aktiv zur Entfernungsmessung und für Korrekturen nutzen
  • Während einer Schießeinheit häufig die Vergrößerung wechseln
  • Auf Haltepunktmarkierungen bei unterschiedlichen Entfernungen angewiesen sind

FFP ist der Standard für taktisches Schießen, PRS-Wettbewerbe und die Jagd auf extreme Distanzen. Der größte Vorteil ist die Geschwindigkeit – der Schütze muss beim Wechsel der Vergrößerung keine Korrekturen umrechnen.

Wer sollte SFP wählen

SFP-Zielfernrohre werden bevorzugt von:

  • Jägern, die auf 100–500 Meter (110–550 Yards) schießen
  • Freizeitschützen
  • Anfängern (einfacher in der Handhabung)
  • Schützen bei schlechten Lichtverhältnissen (Absehen bleibt bei niedriger Vergrößerung sichtbar)

Die meisten Jagd-Zielfernrohre auf dem Markt sind SFP. Für die typische Wald- oder Feldjagd bis 300 Meter (330 Yards) ist SFP mehr als ausreichend.

Nachteile von FFP

Bei niedriger Vergrößerung wird das Absehen sehr klein und schwer erkennbar. Das kann beim schnellen Schießen bei schlechten Lichtverhältnissen problematisch sein. Bei hoher Vergrößerung kann ein dickes Absehen kleine Ziele auf große Entfernungen verdecken.

FFP-Zielfernrohre kosten mehr als vergleichbare SFP-Modelle. Der höhere Preis spiegelt die anspruchsvollere Fertigung und die Präzision wider, die für die Platzierung des Absehens vor dem Vergrößerungssystem erforderlich ist. Für die meisten Jäger, die bis 300 Meter (330 Yards) schießen, ist SFP ausreichend und günstiger.

Verwandte Begriffe: SFP, MOA, MIL, Absehen, Zielfernrohr