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PCP

PCP (Pre-Charged Pneumatic) ist ein Luftgewehrtyp, der mit Druckluft aus einem eingebauten Reservoir angetrieben wird. Das Reservoir wird vor dem Schießen aufgefüllt, typischerweise auf 200–250 bar. PCP-Luftgewehre gehören dank minimalem Rückstoß und stabiler Schuss-zu-Schuss-Leistung zu den präzisesten Luftgewehren. Die meisten Modelle bieten Magazinbetrieb und leisen Betrieb, besonders in Kombination mit einem Schalldämpfer.

Wie PCP funktioniert

Das Druckluft-Reservoir befindet sich unter dem Lauf oder im Schaft. Beim Betätigen des Abzugs schlägt ein Hammer auf ein Ventil, das die Luftzufuhr für den Bruchteil einer Sekunde öffnet. Ein kurzer Druckluftsstoß treibt das Diabolo durch den Lauf.

Hochwertigere PCP-Luftgewehre verwenden einen Regulator. Der Regulator hält einen gleichmäßigen Arbeitsdruck (in der Regel 100–150 bar) unabhängig vom sinkenden Druck im Reservoir aufrecht. Dadurch bleibt die Abweichung der Mündungsgeschwindigkeit unter 5 FPS (1,5 m/s) zwischen den Schüssen. Unregulierte Gewehre haben eine Leistungskurve – es gibt einen Druckbereich (Sweet Spot), in dem sie am gleichmäßigsten schießen.

Die Schusszahl pro Füllung hängt vom Kaliber und Reservoirvolumen ab. Im Kaliber .177 (4,5 mm) sind 60–200+ Schüsse zu erwarten, im Kaliber .22 (5,5 mm) etwa 40–120 Schüsse und im Kaliber .25 (6,35 mm) rund 30–80 Schüsse.

PCP vs. Federkolben-Luftgewehr

PCP- und Federkolben-Luftgewehre unterscheiden sich sowohl im Funktionsprinzip als auch in den praktischen Eigenschaften:

Eigenschaft PCP Federkolben
Präzision Sehr hoch Gut (erfordert richtige Haltetechnik)
Rückstoß Fast keiner Erheblich (bidirektional – vor und zurück)
Geräusch Leise (sehr leise mit Dämpfer) Lauter (Feder- und Kolbenprall)
Spannen Keines – einfach Verschluss ziehen oder Seitenhebel betätigen Lauf knicken oder Hebel spannen (~10–25 kg)
Magazinbetrieb Ja (Trommelmagazine) Überwiegend Einzelschuss
Anschaffungspreis Höher (ab ca. 300 €) Niedriger (ab ca. 75 €)
Laufende Kosten Pumpe oder Kompressor (einmalige Investition) Keine – autark

Befüllung eines PCP-Luftgewehrs

Drei Methoden stehen zum Befüllen des Reservoirs mit Druckluft zur Verfügung:

  • Handpumpe – die günstigste Option (ca. 90–180 €). Eine Füllung erfordert etwa 200–300 Pumpenhube. Geeignet für gelegentliches Schießen und unterwegs. Körperlich anspruchsvoll, aber ohne zusätzliche Ausrüstung nutzbar.
  • Tauchflasche – ein Hochdruckzylinder (200–300 bar) mit Füllschlauch und Manometer. Eine Flasche reicht für Dutzende Füllungen. Die Flasche muss regelmäßig bei einem Fachbetrieb nachgefüllt werden.
  • Kompressor – die komfortabelste Option (ab ca. 300 € für Kompaktmodelle). Er füllt das Reservoir in wenigen Minuten über eine Steckdose. Lohnt sich für regelmäßige Schützen.

Unabhängig von der gewählten Methode sollten O-Ringe und Dichtungen regelmäßig überprüft werden. Ausgetrocknete oder beschädigte Dichtungen verursachen Luftverluste und verringerte Leistung.

Rechtslage in Deutschland

PCP-Luftgewehre bis 7,5 Joule sind in Deutschland frei erhältlich (ab 18 Jahren). Oberhalb von 7,5 Joule ist eine Waffenbesitzkarte (WBK) erforderlich. Die WBK muss beim zuständigen Ordnungsamt beantragt werden und setzt unter anderem Zuverlässigkeit, persönliche Eignung und sachkundigen Umgang voraus.

Verwandte Begriffe: CO2, Schalldämpfer, Joule, FPS